Energy Sharing- neues Gesetz
Melli
12.1.2026

Energy Sharing- neues Gesetz

speicher

Strom teilen mit den Nachbarn oder der ganzen Straße

Hauseigentümer können künftig den Solarstrom vom eigenen Dach an ihre Nachbarn verkaufen. Dies erlaubt das Energiewirtschaftsgesetz ab 1. Juni 2026 und baut endlich bürokratische Hürden ab.

Wer den Solarstrom teilt, wird jetzt von vielen Pflichten klassischer Energielieferanten befreit. In Spitzenzeiten kann ein Haushalt oft nicht den gesamten Strom der Photovoltaik-Anlage verbrauchen, die Batterie ist bereits mittags voll und die Einspeisevergütung ist nicht mehr attraktiv.

Da lohnt es sich mit den Nachbarn zu teilen.

Hier bietet Energy Sharing, eine zusätzliche Einnahmequelle als Alternative zum Einspeisen in das Netz. Das steigert die Wirtschaftlichkeit der eigenen Anlage und kann auch die Stromkosten senken.

Bisher war die Weitergabe von Solarstrom an benachbarte Haushalte nicht ohne Weiteres erlaubt. Anlagenbetreiber mussten sich zunächst als Stromlieferanten registrieren und verschiedene Pflichten erfüllen, wie  Bilanzkreisauflagen oder Liefergarantien. Dieser Mehraufwand fäll jetzt weg.

Hauseigentümer können ihren selbst erzeugten Solarstrom in Zukunft direkt mit Nachbarn oder sogar der gesamten Straße teilen.

Am 13. November 2025 wurde der neue Paragraf 42c des Energiewirtschaftsgesetzes beschlossen. Er ist am 22. Dezember2025 in Kraft getreten. Damit ist nun ein Teil der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II der EU deutsches Recht.

Hiermit ergibt sich eine rechtliche Grundlage für Energy Sharing und gemeinsame Nutzung erneuerbarer Energien innerhalb lokaler Gemeinschaften ist erlaubt. Wer eine Photovoltaik-Anlage betreibt, darf nun eine einfache Vereinbarung mit den Stromabnehmern schließen.

Mit dem Solarstromverkauf an die Nachbarn werden die PV-Anlagenbetreiber voraussichtlich mehr Geld verdienen als mit der Einspeisevergütung und somit ergibt sich eine neue Einnahmequelle. Die Nachbarn könnten im Gegenzug von deutlich geringeren Stromkosten profitieren.

Durch diese win-win Situation sehen Fachleute eine wachsende Bedeutung des Energy Sharings. Die Bundesregierung diskutiert ja derzeit, ob die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen komplett wegfallen soll. Anlagen-Betreiber sollen den nicht selbst genutzten Strom stattdessen an der Börse verkaufen. Dadurch kann der Stromverkauf an das unmittelbare Umfeld attraktiv werden.

Für Betreiber mit größeren Solaranlagen und einem niedrigen Eigenverbrauch kann sich das Modell künftig lohnen.

Bald wird die Neuregelung in Kraft treten.

Man kann sich jetzt schon mit entsprechend großen Speichern vorbereiten.

Fragt uns gerne danach...