Preisschock bei PV Anlagen
Melli
1.2.2026

Preisschock bei PV Anlagen

warum alles teurer wird einfach beschrieben

☀️ Warum Solaranlagen plötzlich wieder teuer werden – und was das für dich bedeutet

Lange Zeit hieß es: Photovoltaik = sichere Geldanlage. Einmal aufs Dach montiert, erntest du Jahrzehnte günstigen Strom und wirst unabhängig von steigenden Strompreisen. Klingt super, oder? Inzwischen ist dieses Bild ein bisschen angekratzt. Denn nach Jahren sinkender Preise stehen PV-Anlagen vor einem echten Preis-Wake-up-Call. (inside digital)

🧠 Solar bleibt sinnvoll – aber die Rechnung wird enger

Gute Nachricht gleich vorweg: Solar lohnt sich immer noch – vor allem, wenn du den Strom direkt selber nutzt. Je mehr du eigenverbrauchen kannst, desto einfacher rechnet sich dein Projekt. Einspeisevergütung alleine ist heute kein starkes Argument mehr. (inside digital)

Aber jetzt kommt der Haken: Die Kosten steigen an mehreren Fronten gleichzeitig, während der Nutzen nicht automatisch wächst. Das verschiebt die ganze Kalkulation. Mehr investieren heißt oft auch: länger warten, bis sich die Anlage amortisiert. (inside digital)

🏭 China zieht an der Preisschraube

Ein großer Teil der Solarmodule kommt aus China – und dort ändern sich gerade die Spielregeln. Die Regierung will ab 1. April 2026 Steuervergünstigungen für Solarprodukte abschaffen. Klingt trocken – führt aber dazu, dass Modulpreise um etwa 10 % steigen könnten. (inside digital)

Kurzfristig könnten Importeure noch Vorräte „vorziehen“, was die Preise stabil hält. Langfristig aber dürfte sich das auf unseren Markt auswirken: weniger billige Module, höhere Einkaufspreise für Installateure und am Ende höhere Preise für dich. (inside digital)

🪙 Rohstoffe spielen verrückt

Was vielleicht noch weniger sichtbar ist: Rohstoffpreise schießen nach oben. Materialien wie Polysilizium, Glas oder Silber sind teurer geworden. Alleine der Preis für Polysilizium stieg seit 2025 deutlich, und das schlägt sich früher oder später in den Modulpreisen nieder. (inside digital)

Auch wenn du das jetzt nicht sofort auf den ersten Blick siehst: Lieferketten merken sich Preisänderungen, und Hersteller geben höhere Produktionskosten meist weiter – sie müssen ja auch Gewinn machen. (inside digital)

🏛️ Politik macht das Puzzle komplizierter

Obendrauf kommt noch Unsicherheit von der politischen Seite. Die Bundesregierung diskutiert ein neues Modell zur Förderung – weg von klassischen Einspeisevergütungen hin zu sogenannten Differenzverträgen. Wie genau das am Ende aussehen wird, weiß derzeit niemand so richtig. (inside digital)

Das Problem: Unklare Rahmenbedingungen = Planungsschwierigkeiten für Installateure und zukünftige Betreiber. Wenn niemand so genau weiß, wie die Förderung in ein paar Jahren aussieht, zögern viele mit ihrer Entscheidung. (inside digital)

💡 Fazit: Lieber früher planen als später zahlen

Ein sofortiger Preisschock wie ein plötzlicher Preisanstieg über Nacht? Nein. Aber ein klarer Trend, der zeigt: die Zeiten ständig fallender Preise sind vorbei. (inside digital)

Wenn du also mit dem Gedanken spielst, eine PV-Anlage aufs Dach zu packen oder dich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, kann es sinnvoll sein, nicht zu lange zu warten – bevor wichtige Komponenten teurer werden oder Fördermodelle sich ändern.